09.22
Vor nun beinahe 20 Jahren war ich das erste Mal auf Karpathos.
Nach all den Jahren habe ich immer noch Bock auf die Insel – Und ich habe echt schon viel viel Zeit da verbracht
Dieses Jahr waren meine Freundin und ich drei Wochen im Urlaub. Von 21 Tagen war während 20 Tagen Wind fürs 3.7er bis 4.7er Segel. Also eine tolle Windausbeute. Das Beste daran: der Wind bläst meist den ganzen Tag (und die ganze Nacht) – also darf man nach Belieben lange ausschlafen oder früh Feierabend machen. Ich geniesse es jeweils sehr, dass ich mehrere Sessions über den ganzen Tag verteilen kann um meinem Körper zwischendurch ein bisschen Ruhe zu gönnen
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Während die windreiche griechische Insel insbesondere bei unsern Österreichischen Nachbarn sehr bekannt ist kennen viele Schweizer die Insel nicht oder nur vom Hörensagen. Und oft hat die Insel den Ruf eines brutalen Starkwindrevieres. Ja, es kann sehr starken Wind haben – vergleichbar mit Levante in Tarifa. Aber: Solche Hammertage sind nicht die Tagesordnung sondern eher die Ausnahme. Ich fahre lieber ein bisschen unterpowert und wähle auf dem Freestylebrett oft 3.7 oder 4.2. Viele Frauen fahren ähnliche Grössen. Meine Freundin Martina hat wie viele andere auch in Karpathos Windsurfen gelernt. Es gibt insbesondere in der „Lagune“ (siehe unten) immer wieder Tage (oder Halbtage) mit weniger Wind die sich durchaus für Ein- und Aufsteiger eignen.
Grundsätzlich gibt es auf der Insel 4 Spots:
Auf der Leeseite der Insel: Lagune (von gewissen Reiseveranstaltern auch Chicken Bay genannt), Gun Bay, Paradise Bay (früher „Devils Bay“ genannt) und auf der Luvseite der „Luv-Spot“. Generell hat die Insel mehr Wind, als die andern griechischen Inseln. Insbesondere die Paradise Bay profitiert von der speziellen Lage unterhalb eines Passes. Der Wind bläst meist 1-2 Windstärken mehr als an den andern Spots. An den Spots auf der Leeseite findet man in der Nähe des Ufers Flachwasser, etwas weiter draussen eine Windwelle die bei viel Wind bis zu circa 3 Meter hohe Sprünge erlaubt. Der Wind auf der Leeseite kann schon ein bisschen böig sein, insbesondere wenn die Windrichtung nicht genau passt. Am Luv-Spot findet man etwas weiter draussen eine Dünungswelle welche an einem vorgelagerten Riff dann bricht. Die Welle am Riff eignet sich besser zum Springen als zum abreiten – obwohl, wenn man Glück hat und die Windrichtung grad passt, kann man bis zu 3 Turns nach Lee abreiten.
In den letzten 20 Jahren wurden einige Unterkunftsmöglichkeiten verfügbar. Das Angebot reicht von einfachen Studios mit Kochnische über etwas luxuriösere Studio-Varianten bis zu Hotelzimmern. Das einzig „richtige“ Hotel in der Nähe der Surfstrände ist das Hotel Irini. Unterdessen bietet das Hotel auch einen Swimmingpool an, der mit einigen windgeschützten Plätzen auch für Nichtsurfer geeignet ist. Weitere Hotels sind an den weniger windigen Badeorten Amoopi, Arkasa, Lefkos und Pigadia verfügbar. Aktuelles Surfmaterial und das Einlagern von eigenem Material ist an drei Stationen möglich: Chris Schill, Mistral und Planet Windsurf. Natürlich haben alle Stationen ihre Vorzüge – ich gehe seit Jahren immer wieder zu Chris Schill – natürlich auch, weil ich dort schon mehrmals als Stationsleiter gearbeitet hatte
Die Anreise erfolgt mit Air Berlin von Düsseldorf und München oder dann ab Österreich. Mein Geheimtip für Surfer aus der Schweiz mit eigenem Surfmaterial: Mit Airberlin Zürich – Düsseldorf – München – Karpathos fliegen. Man muss zwar zwei mal Umsteigen, dafür kann man das Surfgepäck (sehr günstig) mitnehmen (am besten kauft man die Servicecard) und kann ab Zürich fliegen und muss nicht nach München fahren. Diese Route findet man nicht auf der Airberlin Homepage und die meisten Reiseanbieter werden die Verbindung auch nicht finden. Ich buche meist über ebookers und gebe zwei Zwischenstationen ein
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Zum Schluss: Nur zum Surfen ist Karpathos viel zu schade – es gibt so viele schöne Orte auf der Insel, ein Ausflug ist ein absolutes Muss!!!
Viel Spass im Herbst!!!
Stefan
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